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Teil 5

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1 Teil 5 am So Sep 06, 2015 7:57 pm

Dawson

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Groudon
Groudon
Schönste schlimmste Zeit Part 3:

Das Schicksal. Hat man Grund, diesem zu trauen? Woher wissen wir, dass alles, was passiert ist und geschehen wird, ein für jeden Menschen vorgesehener Weg ist? Wie lange braucht es, um diese Wahrheit herauszufinden? Welcher Moment zeigt uns dies im leben? Niemand kann einem vor dem Tod sagen, ob es das Schicksal wirklich gibt. Dies muss jeder für sich selbst herausfinden, denn nach dem Tod gibt es eigentlich keine Vorteile mehr, die Wahrheit gewusst zu haben. Lebe4 das Leben, das du besitzt und bleibe auf dem Weg des Schicksals! Genieße das Glück solange du es nur hast! Die Geschichte kommt nun zum letzten Kapitel.

Die Zusammenfassung der gesamten Geschichte:
2010, Clara und Colin, über 600km voneinander entfernt, lernen sich kennen und treffen sich. Die Eltern von Clara zerstörten den ersten Funken Hoffnung. Der nächste Funken Hoffnung kam zwei Jahre später, 2012 zu genau selbem Datum. Jedoch wurde dieser Funke von Clara zerstört, da sie keine Zukunft für die beiden sah und daher den Kontakt vollkommen verschwinden lassen wollte. Und das, obwohl Colin die größten Hoffnungen hatte. Es verging in all den Jahren kein einziger Tag, ohne dass er an sie dachte. Hoffnungslos ging er durch den Alltag. Er hörte auf, sich in Frauen zu verlieben, da er die Person sowieso nicht heiraten könnte, da er ja immer noch an Clara dachte. Jemanden zu heiraten, obwohl eine Person einem nicht aus dem Kopf geht, ist für ihn unmöglich. Er möchte seine Zukünftige aufrichtig lieben und ehren und ehrlich zu ihr sein. Colin gab Clara damals ein Versprechen und hielt es: Er meldete sich nicht wieder bei Clara und überließ alles dem Schicksal. 8 Jahre nach dem ersten Treffen, die Geschichte geht weiter:

2018: Colin hat ein eigenes Fischgeschäft eröffnet in der Großstadt in der Clara wohnte und Colin schon immer hin wollte. Colin hat ein Geschäft mit 5 weiteren Mitarbeitern eröffnet. Colin, 25 Jahre, der hoffnungslose Gentleman, Nobody's Hero. Mike, 27 Jahre, Colin's etwas stämmiger Bruder, der sich im Verkauf und bei der Bestellung einsetzt. Sami, 33 Jahre, Colin's dürrer Halbbruder, der seine Waren an anderen Orten, im Namen der Firma, anbietet. Janis, 26 Jahre, stämmig und altmodisch, er kümmert sich um das Lager und nebenher um den Verkauf. Stephan, 25 Jahre, ein Witzbold, der den Verkauf aktiv leitet. Und noch Markus, 26 Jahre, hochnäsig und sportlich, welcher zusammen mit Colin den Store managed, die beiden Chefs also. Beginnen wir mit Sami, der gerade auf dem Fischmarkt die Waren anbietet:

Er hat seinen eigenen Stand Eine junge Frau kommt daher. Sie kauft ein Fischbrötchen mit paniertem Fisch drin. Sami beginnt dann eine Unterhaltung: Er fragt, wie das Fischbrötchen so schmeckt. Die Frau, etwa 23 Jahre alt, blonde Haare und dünn, antwortet, dass dies eins ihrer ersten Fischbrötchen sei. Sonst isst sie nicht gern oder oft Fisch. Sie meint, es ist Zeit für Veränderungen. Vielleicht ist es ja ihr Schicksal, das Fischbrötchen zu essen, meint sie. Sie weiß es ja nicht, deshalb möchte sie es so herausfinden. Sami sagt dazu, dass irgendwann schon die Zeit dafür kommen wird. Er denkt dann kurz drüber nach, ob er Freunde oder Verwandte hat, die gut zu ihr passen würde. Er denkt ein paar Sekunden nach. Dann kommt ein „nein, keine Ahnung“ als Antwort. Die Frau verabschiedet sich und läuft weiter.

Ein paar Tage später, abends in einer Bar geht es weiter mit Markus und Janis:
Dort trinken sie erst einmal ein paar Gläser Whisky. Auf einmal kommt die 23-jährige Frau herein. Sie setzt sich an den Tresen und bestellt sich einen Martini. Markus richtet gleich ein Auge auf sie. Janis schaut Fernseher. Markus meint, Janis soll sich mal umdrehen und sich die super heiße Schnecke anschauen. Janis schaut hin und meint aus Spaß, er würde sie nicht von der Bettkante stoßen, sondern ihren Kopf auf die Bettkante stoßen.Markus sagt dann, er solle ruhig sein, damit er dem Gespräch zuhören kann. Janis hat bessere Ohren und teilt Markus mit, dass sie zum Barkeeper sagt, dass sie mit ihrem Freund vor Kurzem Schluss gemacht hat. Außerdem sagt sie noch, dass es an ihrer Vergangenheit liegt, von der sie einfach nicht los kommt. Der Barkeeper fragt sie dann, wieso sie nicht zu ihm zurückkehrt. Das geht auf keinen Fall. Er antwortet, dass sie wohl deshalb einen Martini bestellt hat. Sie sagt dann eine Songstelle auf: „Champagne is for celebrating, I'll take a Martini.“ Markus sagt zu Janis, er habe super Ohren. Und er sagt, dass die Frau single ist und Markus sich an sie ran machen kann. Markus setzt sich zu ihr und meint „Na, kleiner Engel, was geht?“ Die Junge Frau erschrickt sich dabei, steht kommentarlos auf und geht auf die Toilette. Dabei muss sie an Janis vorbei laufen. Dieser grinst sie nur schelmisch an und schaut auf ihren Hintern. Janis ruft dann zu Markus, dass er es nicht drauf habe und buht ihn aus „Buuuuh“ *Daumen runter. Die Frau kommt zurück, nimmt sich ihren Martini, der neben Markus steht und setzt sich weg ans Fenster. Markus und Janis verlassen enttäuscht die Bar. Markus meint zu Janis, dass die Frau nicht ganz dicht ist.

Nun kommen wir zu Stephan und Mike, die gerade bei der Arbeit sind. Die Frau kommt vorbei und möchte dasselbe Fischbrötchen kaufen, das sie vor kurzer Zeit beim Fischmarkt gegessen hat. Es war früh am Morgen. Stephan bedient die Frau und schleimt sich, wie es bei ihm üblich ist, bei ihr ein und die beiden lachen miteinander. Der Stephan fragt sie, ob sie von dieser Stadt kommt. Sie antwortet, dass sie früher in der Nähe gewohnt hat. Aber dann ist sie etwas weiter weg gezogen, um ein Strandhaus zu eröffnen, in welchem sie Touristen informiert, Souvenirs wie Haifischzahnketten verkauft, und nebenbei noch Pommes, Sandwiches und Ähnliches anbietet, alles, das leicht zuzubereiten ist. Nun ist sie gerade in der Stadt um ihre Familie zu besuchen und um Urlaub zu machen. Die Frau bezahlt und ist kurz vorm Weglaufen. Da sieht Mike die Frau plötzlich von Weitem und erkennt sie sofort. Mike, Colin's Bruder, ist der einzige der Mitarbeiter, der sie von den Bildern und Ähnlichem her kennt. Er war dabei, als Colin seine Ausraster im Besoffenenzustand live miterlebt hat. Und er erinnert sich an das Video, in welchem sie „Almost Lover“ von A Fine Frenzy gesungen hat. Sie sieht momentan wieder genauso aus wie früher, als sich Clara und Colin kennen gelernt haben. Nur ist sie nun eine richtige Frau mit einer starken Persönlichkeit durch ihre Erfahrungen und Geschehnisse. Mike schnappt sich schnell ein paniertes Fischbrötchen für seinen Plan, packt es in eine Papiertüte und rennt Clara hinterher. Er hält sie auf, indem er zu ihr sagt, dass sie ihr Fischbrötchen vergessen hat. Clara meint dann, dass es super ist, dass er ihr ihr Fischbrötchen bringt, aber das ist nicht ihrer. Sie hat es bereits in ihrer Hand. Clara stellt sich vor mit vollem Namen. Mike stellt sich dann ebenfalls vor. Der Nachname ist derselbe wie der von Colin. Clara ist mega geschockt, sagt Mike höflich „Entschuldigen Sie mich, ich muss jetzt weg“ und geht mit hastigen Schritten fort. Mike sucht sofort Colin.

Diesen trifft er an seinem Lieblingsort „Dock 11“, an dem er gerade ein paar Möwen füttert. Diese fliegen wie verrückt im Kreis und schnappen sich die Brotkrümel. Colin fragt Mike, was er hier und jetzt tut. Er sollte doch bei der Arbeit sein. Mike hat bereits Janis zur Arbeit, der eigentlich heute frei hätte. Dies ist nun wichtiger. Mike teilt Colin mit, dass er es nicht glauben wird. Er hat gerade Clara gesehen und mit ihr geredet. Colin ist einen Moment lang regungslos geschockt. Dann wird er wütend und schubst Mike zurück. Er brüllt ihn an, was das nun soll. Die Möwen fliegen leicht verängstigt weg. Genau an diesem Tag ist der 04.09.2018. Colin sagt, dass Mike endlich aufhören soll, solche Lügen zu erfinden, um anderen positive Gedanken einzuflößen. Mike sagt, dass er dieses Mal nicht lügen würde. Colin glaub ihm dies nicht, macht sich aber trotzdem auf dem Weg zum großen Park von damals, in dem sich die beiden vor acht Jahren getroffen haben und auf der Parkbank saßen.
Clara ist zur selben Zeit auch unterwegs zum Park. Sie sagen dann beide plötzlich wieder ihr „As if“, was so viel heißt wie „Als ob“. Sie kommen aus verschiedenen Richtungen. Clara mit der Bahn und Colin mit seinem Hyundai Coupé 2.0. Sie steigen jeweils aus ihrem Gefährt aus und laufen zur besagten Parkbank. Colin steht dann neben dem Mülleimer. Er sieht endlich wieder die Einkerbung in Herzform auf dem ersten Blick. Er konnte sie nur beim ersten Treffen 2010 sehen. Er setzt sich auf die Bank und wartet. Clara ist noch nicht da, denn die Bahn hielt auf halber Strecke an, da ein Kühlschrank auf der Gleise lag. Es dauerte ein wenig, bis er weiter ging. Colin schaut in einen Ritz in der Felsenmauer. Er findet das Blatt Papier mit dem Aufschrieb von ihm. In diesen Zeilen hat er damals die Geschichte, die er bis dahin erlebt hat, in Kurzfassung eingeschrieben. Unten steht nun mit lilafarbener Schrift, die er gleich erkennt, folgenden Satz. „Wenn ich mir eins wünsche, dann ist es, dich wieder zu sehen.“ Colin ist erstaunt über diesen Satz. Clara ist angekommen. Sie läuft in Richtung Parkbank. Dort sieht sie Colin.

Sie befindet sich in diesem Moment auf der anderen Seite des kleinen Parkflusses an einer von Bäumen verdeckten Bank. Dadurch kann sie ihn sehen, er sie aber nicht. Sie traut sich nicht, zu ihm zu gehen. Doch man kann ihr ansehen, dass sie es sich wünscht, rüber zu gehen. Sie setzt sich auf die Bank hinter ihr. Colin setzt sich auf die bekannte Bank von damals. Sie warten eine Weile lang und denken an die Zeit von damals. Ob dies so sein kann. Dass sie sich wieder sehen könnten. Er wird sich dennoch nicht bei ihr melden, denkt sich Colin. Clara merkt in diesem Moment, was sie damals für einen Fehler begangen hat, ihn loszuwerden. Es beginnt zu regnen, immer stärker. Claras Bank bekommt dank der Bäume nichts ab. Doch die Bank von Colin ist vollkommen ungeschützt. Colin bleibt dennoch sitzen. Es ist ihm in diesem Moment egal. Clara fragt sich, wieso er nicht weg geht. Nach 10 Minuten im Regen geht Colin los, sehr traurig. Clara fängt an zu weinen. Es tut ihr schrecklich Leid. Einige Stunden später, der Regen ist vorüber und es ist beinahe alles wieder trocken. Etwa um Mitternacht geht Colin in Claras altem Wohnort an Claras altem Haus vorbei. Es läuft bei ihm auf dem Ipod „Unloved“ von Espen Lind. „I bet you don't know how it feels to be walking past your house at night. I bet you don't know how it feels to stand outside and watch the lights. That you've lost all you had, all that good, all that bad. The rain in my face and all the tears I've cried. Our love is gone, I should be movin on. But what can I do when I still want you!?“

Clara ist an dem Abend in ihrem Elternhaus zum Übernachten. Sie schaut in diesem Moment aus dem Fenster und sieht ihn. Er läuft weiter. Bis zu der Kreuzung, an der sie ihren ersten Kuss hatten. Dort steht er nun im Dunkeln. Er merkt, dass sich jemand mit einem schwachen Licht nähert. Er schaltet seine Taschenlampe ein, und da steht Clara. „Es tut mir Leid, es tut mir so schrecklich Leid“, meint Clara sofort und fängt an zu weinen. Colin läuft auf sie zu und nimmt sie fest in den Arm. In genau diesem Moment verfliegt der komplette Schmerz von allen beiden und sie fühlen sich endlich wieder sicher. Es ist wieder eine eisig kalte Nacht. Doch sie haben sich und alles andere ist nun egal. Sie sind total von der Außenwelt abgekapselt. Sie lächeln. Colin meint dann gleich, sie sollen auf die Bank, auf der die beiden damals zusammen saßen und den Sternenhimmel angesehen haben. Arm in Arm liegensitzen die beiden nun wieder da und schauen sich den klaren Sternenhimmel an. Es ist Vollmond. Sie denken über nichts nach. Sie genießen nur den Moment in dieser eisig kalten Nacht. Clara hat zufällig einen ihrer Haifischzahnketten aus ihrem Strandhaus dabei. Sie gibt Colin dies mit den Worten, dass er es bitte nicht wieder verlieren sollte dieses Mal. Colin verspricht, dass er es dieses Mal nicht einfach so gehen lässt, keine Chance. Sie schauen sich eine Weile lang an. Nach einer Zeit laufen sie wieder zurück zur Kreuzung. Dort macht Colin den Vorschlag, dass sie wieder den dunklen, kalten und endlosen Weg entlang laufen und dieses Mal bis zum Ende laufen sollen. Sie ist einverstanden und rennt mit ihm an der Hand los. Es ist wie vor acht Jahren, nur haben sie nun alle Zeit der Welt wie es scheint. Nach einer langen zeit stehen Colin und Clara am Ende des Weges. Colin fragt, ob sie es geschafft haben. Dann küssen sich die beiden leidenschaftlich und öffnen sich ihre Gefühle. Eine schier endlose, romantische Nacht im Mondschein. Die beiden können ihr Glück kaum fassen. Sie verabschieden sich vor ihrem Elternhaus. Colin fährt nach Hause nach Bergedorf. Clara legt sich in ihr Bett und ist endlich wieder richtig glücklich. Colin ebenso.

Am nächsten Tag bei der Arbeit: Janis, Stephan, Mike und Colin sind in ihrem Fischrestaurant am Hafen. Sami hat wieder einen Stand, dieses Mal in der Innenstadt am Marktplatz. Markus hat frei. Colin und Clara haben vergessen, ihre Nummern auszutauschen. Colin entschuldigt sich bei Mike und dankt ihm dann noch, seinem Bruder. Später am Tag kommt Clara daher. Sie sagt, dass sie wusste, dass sie ihn dort finden würde. Sie geht nach hinten ins Büro zu Colin. Sie beobachtet ihn erst einmal bei der Kassenabrechnung. Sie schaut ihn ganz verliebt an, als Colin jetzt so konzentriert da sitzt. Colin stammelt auf einmal vor sich hin, wie dankbar er Gott und dem Schicksal ist. Er hofft außerdem, dass er sie wieder findet. Clara kommt hineingeschlichen als er gerade fertig ist. Er sitzt, de Rücken Richtung Clara. Sie umarmt ihn um den Bauch, dreht seinen Kopf zu ihr und küsst ihn zärtlich. Mit ihrer bekannten niedlichen Stimme fragt sie ihn dann, wer sie ist. Colin antwortet mit Engel. Die einzige Person, die er Engel nennt. Colin will dann sofort ihre Handynummer. Sie treffen sich nach seinem Feierabend.

Er bringt ihr dort dann als Geschenk das Parfüm „Angel“ mit, welches er ihr schon seit 7 Jahren schenken will. Er trägt ihre Haifischzahnkette. Er geht mit ihr zu ihren Eltern. Die Mutter ist gleich überzeugt, dass er der Richtige ist, wenn sie nach all der Zeit wieder zufällig zusammen finden. Nun zum Vater von Clara. Mit ihm redet Colin unter 4 Augen. Das Gespräch: „Guten Tag, Sir. Sie erinnern sich vielleicht nicht an mich. Vor acht Jahren habe ich Ihre Tochter kennen gelernt. Wir wohnten 600km voneinander entfernt“ Der Vater: „Du!? Das warst du? Du hast uns ziemlich enttäuscht mit deinem Hintergehen. Wir haben doch ausgemacht, dass ihr 1 Jahr miteinander kommuniziert. Und was macht ihr? Ihr trefft euch heimlich mitten in der Nacht! Meiner Tochter hätte sonst was passieren können!“ Colin: „Aber das ist es nicht! Es ist ihr nichts geschehen. Ihre Tochter hat auf ihr Herz gehört. Und darum geht es doch in der Liebe, oder etwa nicht!? Sie hat mir das größte Vertrauen gegeben. Und alles, was ich an dem Abend im Sinn hatte. Alles was ich bei ihrer Tochter im Sinn habe, ist dass sie sicher ist. Sie zu beschützen, egal was kommt. Sie zu halten, in guten und auch in schlechten Zeiten. Ihrem Vertrauen zu trauen. Das ist doch der Beweis, dass ich es von Anfang an ernst gemeint habe mit Ihrer Tochter! Und nun haben wir uns gefunden, ohne uns zu suchen. Sie sind doch ein christlicher Mann Gottes, nicht wahr? Glauben Sie mir, vertrauen Sie mir, dass alles, was ich schon immer wollte, Ihre Tochter ist! Bitte, schauen Sie mir in die Augen und sagen mir, ob ich Lüge und dass ich ein schlechter Mensch bin!“ Der Vater schreckt zurück, schaut ihm in die Augen und meint: „Du bist ein guter Mann, Colin. Ich gebe dir eine Chance, dich zu beweisen. Und wenn du das kannst und tust und ich merke das, dann kannst du meine Tochter irgendwann heiraten. Die Rede zu ihrem Vater kannst du dir aber dann sparen. Das heute hat vollkommen gereicht. Colin antwortet, er würde ihn nicht enttäuschen.

Colin geht zu Clara raus und lächelt. Sie umarmen sich und sind froh darüber. Sie essen gemeinsam zu Abend. Clara hat vorher schon alles den anderen außer ihrem Vater erzählt gehabt. Beim Essen versteht sich Colin super mit Claras Schwester, Bruder, Vater und Mutter. Mit ihrem Bruder versteht er sich besonders gut. Nachdem alle fertig sind, gehen Clara und Colin, Colin hat noch etwas vor. Doch er sagt zu Clara, er würde gleich nachkommen, sie soll schon mal zum Auto laufen. Colin geht zu Claras Vater. Er gibt ihm die 128€ für die Fahrkarte damals zurück, mit den Worten, dass er es schon immer zurückzahlen wollte und es nun endlich so weit ist. Colin lebt nicht gerne mit Schulden an andere. Der Vater will das Geld erst nicht annehmen, doch Colin besteht darauf. Er und der Vater geben sich die Hand und das Pärchen fährt dann mit dem Hyundai weg. Er fährt sie zu sich nach Hause und zeigt ihr seinen Lieblingsliebesfilm, welchen er ihr 1012 schon zeigen wollte. Dabei essen sie Choceur Sticks Orange und trinken den besten Sekt von Colin, den Cuvée Elodie Clairette de die. Sie haben einen schönen Abend und von nun an läuft alles glatt. In der Zwischenzeit haben sie sich komplett ausgetauscht und Missverständnisse beseitigt. Clara fängt bei Colin im Restaurant an und kümmert sich vorsätzlich um die Buchhaltung. Dies hat gut gepasst, denn Janis hat vor einer Zeit gekündigt, da er nicht sein Leben lang Fisch verkaufen möchte, sondern nun etwas mit IT machen würde. 3 Jahre später. Eine perfekte Beziehung, abgesehen von kleineren Ungereimtheiten. Sie sind füreinander geschaffen. Sie denken beide in dieselbe Richtung und ergänzen sich gegenseitig. Sie haben den Zeiten, in denen sie sich in der Vergangenheit nicht sahen, grob dasselbe erlebt. Colin geht zu Claras Vater, um um ihre Hand anzuhalten. Der Vater ist sofort dafür und entschuldigt sich für sein Misstrauen von damals. Aber ein guter Vater hätte nicht anders reagiert. Der Vater sagt, dass Colin schon lange zur Familie gehört und akzeptiert wird. Er vertraut ihm zu 100% und erlaubt den Antrag. Colin sieht schon vor Augen, wie es passiert. Doch das „wo“ und „wann“ überlässt er dem Schicksal. Den richtigen Moment würde er schon erkennen.

Er trifft sich mit ihr dort, wo sie sich das erste Mal trafen. An der großen Treppe. Colin geht über die Straße und sieht das nachdenkliche Mädchen. Sie ahnt schon minimal, was Colin vor hat und hofft es auch. Sie sieht ihn, läuft schnell und leicht hoppelnd auf ihn zu und die in-der-Luft-dreh-und-umarm-Begrüßung ist genauso schön wie beim ersten Treffen vor 11 Jahren. Ein Kuss mit besonderer Zärtlichkeit kommt dieses Mal aber auch hinzu. Sie besorgen sich eine Tageskarte am Automaten. Sie sehen einen Mann. Clara sagt, dass dies der selbe Mann zu sein scheint wie der, den sie vor langer Zeit um Rat gefragt haben. Der Mann spricht Colin an. Clara soll schon einmal vor gehen. Der Mann meint dann: „Ihr beiden wart doch vor 11 Jahren schon hier. Seid ihr immer noch zusammen? Das freut mich ja.“ Colin erklärt, dass sie sich jahrelang nicht gesehen haben und sie nun drei Jahre richtig zusammen sind. Und, dass er ihr heute noch einen Antrag machen wird. Fragen, ob sie seine Frau werden will. Der fremde: „Das Schicksal ist wohl auf eurer Seite. Genieße jeden Moment mit dieser Frau, Denn jeder Moment könnte der Letzte sein.“ Colin: „Ihr wird nichts geschehen solange ich bei ihr bin. Ich gab ihr damals ein Versprechen, das ich schwöre einzuhalten. I made a promise that I intent to keep.“ Fremder: „Du solltest zur Bahn, sie fährt gleich weg. Liebe sie einfach.“
Colin springt schnell noch mit Clara in die Bahn. Sie sind alleine im Abteil. Colin schaut sie an. Er sagt ihr, das er sie immer lieben wird, egal ob Welten sie trennen. Keine Strecke zu weit, keine Zeit zu lange, kein Wind zu kalt, keine Wüste zu heiß. Sie ist sein Engel. Und sie sagt ihm auch, wie unendlich sie ihn liebt und dass sie alles für ihn tun wird. Es scheint die Sonne in ihr Gesicht, sie hat gerade ihre Haare geöffnet. Er sieht sie und denkt sich, dass dies der richtige Moment sei und sagt „Du bist wunderschön...möchtest du---“ in diesem Moment kracht ein Auto in hoher Geschwindigkeit durch das Fenster. Clara sitzt genau an dieser Stelle. Colin schreit auf und will sie retten, doch er ist nicht schnell genug. Man hätte nicht schnell genug sein können. Er bekommt ein wenig ab, aber Clara hat kein Glück dabei. Colin ruft um Hilfe, doch niemand in der Nähe. Colin: „Ich bring dich in ein Krankenhaus, alles wird gut mein Engel. Du bist ein Engel, dir kann nichts geschehen!!!“ Er hebt sie im Arm wie damals bei seinem perfekten Bild. Clara flüstert ihm noch zu „Ja...ja ich will dich...heiraten...“ ihr Herz bleibt stehen. Colin kann das nicht glauben. Er legt sie auf die Sitzbank und küsst sie ein letztes Mal. Die Sanitäter kommen. Sie schicken Colin weg. Es geht hier um alles. Doch eine Zeit lang später kommen sie aus dem Wagon und sagen, es ist vorbei. Sie hatten keine Chance. Colin rennt weg mit Tränen in den Augen.

Er steigt ins Auto und fährt zu seinem alten Wohnort zurück. Sein Handy hat er ausgeschaltet, da er mit niemandem reden will. Er geht zu einem seiner drei Lieblingsorte: Der Paradiesgarten, der nun wieder zur Festung der Einsamkeit wird, da er Clara nicht mehr hat. Er brüllt in die Luft, was das soll „Wie kannst du sie mir wegnehmen. Nach all dem was in all den jahren geschah!? Wozu das alles!? Ich lass sie mir nicht nehmen! Ich...ich....ach vergiss es!“ Colin geht zu seiner Familie und sagt jedem einzelnen Mitglied, was es ihm bedeutet. Er fährt dann wieder zurück geht kurz vor Mitternacht zu seinem zweiten von drei Lieblingsorten: Dock 11. Er betrachtet die Wellen und die bunten Lichter, die sich im Wasser spiegeln. Er öffnet die Arme und hört den Song „Happiness“ von The Fray. Er ist sehr stürmisch diese Nacht. Er lässt sich dann Punkt Mitternacht ins Wasser fallen. Sein Versprechen war, dass wenn Clara stirbt, er ihr folgen wird. Er versucht in diesem Moment nicht einmal, zu überleben. Er hat den Überlebensinstinkt ausgeschaltet. Genauso wie seine Angst.

Er wacht am nächsten Morgen auf. Er liegt auf Sand und wolkenloser, blauer Himmel ist das, was er sieht. „Jetzt stelle ich die typische Frage, bin ich tot? Wo ist Clara!?“ Clara läuft zu ihm hin und schaut ihn von oben an. Sie ist voll mit Bandagen und Verbänden. Clara „Colin, du bist nicht tot, mein Wärmekissen. Der Mann von der Bahn hat dich herausgefischt. Du hattest Glück, dass er da war. Genauso wie ich. Denn er ist Sanitäter und hat mich wiederbelebt. Er hat nicht aufgehört, obwohl die anderen Ärzte, und du schon aus dem Wagon gegangen seid!“ Colin steht auf und sieht den Fremden. Es ist wirklich derselbe wie vom Bahnautomaten. Fremder: „Ja ja. Die Sanitäter und alle anderen wollten dich erreichen, doch du hattest dein Handy ausgeschaltet. Du hast gleich aufgegeben. Du bist gegangen. Doch man gibt die Hoffnung nie auf.“ Clara und Colin bedanken sich bei dem Mann. Sie können ihm ja nicht genug danken. Er hat beide gerettet. Clara und Colin reden untereinander. Clara fragt, wieso er sterben wollte. Colin antwortet, dass er ihr schon immer das Versprechen gab, ihr zu folgen, wenn sie vor ihm sterben würde. Clara verlangt nun, dass er ihr ein neues Versprechen gibt. Dass er weiterleben soll, egal was kommt. Ein Versprechen, welches das erste Versprechen annulliert.

Die beiden leben glücklich weiter. Sie heiraten, die Hochzeit ist umwerfend. Und Colins Rede noch mehr. Clara ist hin und weg. Colin gibt dabei alles, was er drauf hat. Jahre vergehen. Plötzlich erkrankt Clara. Es ist unheilbar, selbst mit den heutigen Heilmethoden. Colin weiß nicht, was er tun soll. Ihr Zustand wird schlimmer und schlimmer. Irgendwann liegt sie im Krankenbett. Die Ärzte haben es schon aufgegeben, nichts hat geholfen. Die Schläuche an Clara sind bereits weg. Sie liegt im Krankenbett. Sie hat den ganzen Tag schon ihre Augen nicht geöffnet. Colin legt sich zu ihr. Er hält sie im arm und sagt „Ich liebe dich, mein Engel. Ich werde immer dein Wärmekissen sein. Egal was uns trennt. Tot und Leben können uns nicht trennen. Wir sind eine Seele. Ich werde dich nie vergessen...“ Clara öffnet nun noch einmal ihre Augen und schaut ihn verliebt an, als wäre es ihr erstes Treffen. Dann schließt sie ihre Augen. Die Pulsanzeige macht nur noch einen geraden Strich und lässt einen konstanten, durchgängigen Ton von sich. Colin ist am Ende. Er sagt noch „Ich warte, ich warte bis ich sterbe. Dann werden wir wieder zusammen sein. Ich liebe dich“ Rest in Peace, Clara.

Den fremden Mann sieht er nie wieder in seinem Leben. Er hat ihn gesucht und Antworten gewünscht. Colin will ihm danken, dass er noch so lange mit Clara zusammen sein konnte. Colin zieht in den Krieg und versucht so vielen Menschen zu helfen wie er kann. Dabei macht er es so wie sein Großvater es tat: Er tötet keinen Menschen. Doch dies wird zu Colins Verhängnis. Er rettet noch eine große Gruppe von Menschen, wird im Anschluss aber getötet, Flucht ist nicht möglich. Colin stirbt. Sein letzter Gedanke ist an Clara, seine Kinder und seine Familie gerichtet. An seinem Grab hält Colins Sohn eine Rede und sagt dabei: „Ein Herz schlägt nur eine gewisse Anzahl an Malen. Dieser Mann, mein Vater, hat dies mehr genutzt als jeder andere Mensch den ich kenne. A heart beats only so many times in a life. My father used his more than anyone I know.“

Colin ist im Himmel. Der Fremde Mann steht dort. Colin geht zu ihm. Er bedankt sich, dass er noch so viel Zeit bekommen hat, um mit Clara zusammen zu sein. Der Mann sagt, dass jeder das kriegt, was er verdient. Und genau das hat Colin verdient. Und nun kann er für immer mit Clara zusammen sein. Er sagt ihm auch noch, dass sein Großvater Anton, stolz auf ihn ist. Colin geht weiter. Dort steht Clara, die ihm schon zuwinkt. Sie rennen aufeinander zu und drehen sich in der Luft. Eine Wolke bedeckt die beiden und die Geschichte ist vorbei. Das war die schönste schlimmste Zeit für Colin. Doch letzten Endes war es doch die schönste Zeit, die er haben konnte.

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